115. Schwing- und Älplerfest auf Rigi-Staffel Sonntag 11. Juni 2010

Packender Wettkampf mit Ob- und Nidwaldner Kränzen

Mit 3 Kränzen fiel die Ob- und Nidwaldner Kranzbilanz sehr gut aus. Benji von Ah auf Rang 3, Peter Imfeld auf Rang 5 und Lutz Scheuber auf Rang 6 eroberten die Kränze.

Bei perfekten äusseren Bedingungen nahmen 90 Schwinger vor rund 2500 Zuschauern den Wettkampf in Angriff. Nicht fehlen durfte auch dieses Jahr ein wunderschöner Alpaufzug durch den Festplatz auf Rigi Staffel. Dem Ruf „Königin der Berge“ wurde die Rigi einmal mehr gerecht. Die Veranstaltung, unter der Obhut der Sennengesellschaft Arth und dem Schwingerverband am Rigi durchgeführt, weist eine grosse Tradition auf und ist bereits im Jahre 1601 urkundlich erwähnt, damals seien 8.9 Gulden für Steinstossen, Schwingen, Laufen und Springen verausgabt worden.

Der Wettkampf hatte auch dieses Jahr den typischen Bergfest-Charakter,  der wegen der Dichte an Spitzenschwingern keine Erholung erlaubt und Alles abfordert. Umso erfreulicher konnte zur Kenntnis genommen werden, dass die ONSV Athleten eine tolle Kampfmoral zeigten und 3 begehrte Kränze eroberten.  Im Anschwingen biss sich der Nordostschweizer Gast und Mitfavorit Daniel Bösch gegen Benji von Ah vergeblich die Zähne aus, Benji erreichte die erste Punkteteilung. Nach dem zweiten Gestellten stand er schon stark unter Zugzwang, doch drei Siege in Serie liessen das Punktetotal anwachsen. In einem hochstehenden Kampf der das fachkundige Publikum begeisterte, sicherte sich Benji von Ah gegen Andreas Ulrich mit einem Gestellten den Kranz. Die gleiche Auszeichnung erkämpfte sich Peter Imfeld mit einem gewaltigen Kurz Marke Imfeld über den Eidgenossen Adi Tschümperlin, mit 3 Siegen und 3 Gestellten blieb er ebenfalls ohne Niederlage. Die Überraschung aus Ob- und Nidwaldner Sicht bewerkstelligte Lutz Scheuber, im entscheidenden Gang besiegte er mit Kurz Erich Fankhauser, trotz zwei Niederlagen holte er sich das Eichenlaub. Kranzchancen besassen auch Thomas Hurschler, Marcel Mathis, Stefan Gasser und Melk Britschgi, trotz guten Leistungen mussten sie sich in den entscheidenden Duellen mit Gestellten oder Niederlagen abfinden, die einen Kranzgewinn verhinderten.

 

104.Innerschweizerisches Schwing- und Älplerfest Attinghausen

Ob- und Nidwaldner Schwinger erfüllten die Erwartungen

Die Schwyzer Festung war in Attinghausen nicht zu knacken, mit Philipp Laimbacher stellten sie einen überlegenen Sieger und sahnten auch in der Kranzbilanz tüchtig ab. Mit sechs Kränzen erfüllten die Ob- und Nidwaldner Schwinger die Vorgabe des Technischen Leiters, Andy Albert genau, trotzdem wäre mehr möglich gewesen.

Beim absolut perfekten äusseren Bedingungen traten 228 Schwinger vor  6000 Zuschauern zum Wettkampf an. Die erwartet souveräne Leistung gelang Benji von Ah. Mit zwei Erfolgen im Anschwingen legte er den Grundstein, im Ausschwingen blieb der erhoffte Punktezuwachs nicht im gewünschten Rahmen, doch zwei sichere Maximalnoten über Markus Koller und Werner Suppiger brachten den Giswiler Turnerschwinger auf Rang 5. Eine starke Leistung realisierte Andreas Gasser 2. Dem Sieg im Anschwingen über den Eidgenossen René Stadelmann folgten die Niederlagen gegen Adrian Steinauer und Martin Grab, dann liess er sich drei Siege notieren, im entscheidenden Gang bedeutete ein grossartiger Kurzzug den Sieg über Roman Emmenegger.  Durchzogen verlief der Start von Peter Imfeld mit einem gestellten und einem verlorenen Gang, nach der verletzungsbedingten Pause fehlte ihm die Spritzigkeit. Bei den restlichen vier Gängen warf er seine ganze Routine in die Waagschale und realisierte mit wuchtigen Kurzzügen drei Siege.

Zäh und verbissen kämpfte einmal mehr Melk Britschgi, nach zwei Siegen und drei Gestellten löste er die Aufgabe im entscheidenden Gang mit einer Maximalnote über Pirmin Ulrich. Ohne Niederlage blieb auch Marcel Mathis, die Basis zum Kranzgewinn legte er im 5. Gang gegen den Eidgenossen Bruno Müller mittels Hacken und Nachdrücken am Boden, definitiv über den Kranz freuen konnte sich Marcel Mathis erst nach der Auswertung, der Gestellte im 6. Gang erforderte Geduld. Die Überraschung aus Ob- und Nidwaldner Sicht lieferte der Ennetbürger Martin Zimmermann. Nach verpasstem Auftakt wuchs er mit vier Siegen in Serie über sich hinaus. Gegen Ruedi Stadelmann stand ihm das Glück des Tüchtigen zur Seite, Martin Zimmermann konnte den Schlungg des Luzerners abfangen. Es ist der erste Teilverbandskranz des 19-jährigen Sanitärmonteurs und bereits der dritte in dieser Saison, zu dessen Spezialschwüngen der Brienzer und innere Hacken zählen.

Die Eidgenossen Thomas Achermann, Bruno Ettlin und der Sieger vom Urner Kantonalen Stefan Gasser blieben ohne Kranz, nach einem  schlechten Start genügte der Punktezuwachs nicht für die erhofften Kranzloorbeeren. Das Resultat in Attinghausen zeigte die Kompaktheit des ONSV Teams auf, erfreulich ist auch die Tatsache, dass Nachwuchsschwinger in den Starttoren bereit sind, Ausfälle zu kompensieren.  Um den berühmten Viertel verpasste Thomas Hurschler das Eichenlaub.

 

Jungschwinget in Kerns

Saisonstart für den Ob- und Nidwaldner Nachwuchs

400 begeisterte Zuschauer sahen am vergangenen Samstag packende Zweikämpfe der 157 angetretenen Schwinger bei idealen äusseren Bedingungen. Die Schwingersektion Kerns hatte zum 100-jährigen Bestehen des Vereins auch 10 Nachwuchsschwinger von der Trainingsgemeinschaft Meiringen / Hasliberg eingeladen. Wie in vielen andern Schwingervereinen hat die Nachwuchsförderung in Kerns einen grossen Stellenwert. Der Schwingplatz bei der Dossenhalle eignete sich sehr gut, der fürstlich gedeckte Gabentempel schien die Wettkämpfer zu animieren. Die  durften Sieger in Form von Hasen, Geissen und einem Kalb gleich mehrere Lebendpreise gewinnen. In den vier Kategorien nahmen Schwinger mit den Jahrgängen 1995 / 1996 (Kat. A), 1997 / 1998 (Kat. B), 1999 / 2000 (Kat. C), 2001 und jüngere (Kat. D), teil.