Ein Neukranzer am Luzerner Kant. Schwingfest
Dass der momentan stärkste Kantonalverband in der Innerschweiz in Luzern ansässig ist, zeigte sich am Sonntag in Root eindrücklich. Und doch schnappten sich die Zuger Verbandskollegen wie bereits an den letzten beiden Kantonalschwingfesten der Saison den Festsieg. Pirmin Reichmuth steuerte in überlegender Manier in Richtung Tagessieg, sodass auch der Entlebucher Marc Lustenberger im Schlussgang nicht zum Spielverderber werden konnte.
Grund zu jubeln, gab es für den ONSV bereits nach fünf Gängen. Nando Durrer und Christian Zemp sicherten sich mit einem Plattwurf bereits vorzeitig den Kranz. Dasselbe gelang auch Laurin Imfeld aus Lungern. Der 21-jährige aus Lungern, welcher zur Mittagszeit bereits drei Siege verbuchen konnte, zeigte in Root eindrücklich, dass er sich den Kranzerstatus verdiente. Auch die Niederlage im sechsten Gang gegen Marco Heiniger änderte nichts an der Tatsache, dass der erste Kranzgewinn für Laurin Imfeld zur Tatsache wurde.
Auch die beiden anderen kranzsicheren Schwinger konnten leider das letzte Aufeinandertreffen nach aktiven Zweikampf mit ihren Widersachern nicht siegreich gestalten, sodass sich einzig die Kranzklassierung in der Rangliste etwas nach hinten verschiebte.
Die Ausgangslage für Jonas Burch und Stefan Ettlin waren hingegen für das entscheidende Duell klar. Einzig ein Sieg konnte ihnen eine kranzgeschmückte Heimreise sichern. Dieser Voraussetzung wurden die beiden Obwaldner gerecht und sie betteten ihre Gegner nach etwas verstrichener Laufzeit souverän ins Sägemehl. Für beide war es nach dem Kranzgewinn am Zuger bereits die zweite Auszeichnung in der laufenden Saison.
Mit einem guten Auftritt bestätigte auch Roman Bucher seinen Kranz vom Zuger Kantonalschwingfest. Leider wurde die angriffige Schwingweise in der Endausmarchung nach einem Konter des Gegners nicht belohnt, sodass der Kernser sich mit einer Platzierung ausserhalb den Kranzrängen genügen musste. Dasselbe galt auch für Tobias Hurschler. Nach einer Verletzungspause fand der Engelberger gut in den Wettkampf und konnte auch dem Eigenossen Joel Ambühl etwas abverlangen. Beim Schlungg im sechsten Gang um den Kranz fehlte dem Engelberger das Zeitglück. Statt dem Resultat entschied die Uhr über die Klassierung ausserhalb der Kranzrängen.
Einer der in Root ebenfalls mit Joel Ambühl zusammengriff war Dominik Hess. Der Eidgenosse wartete auf den Engelberger nach seinem Startsieg. Auch hier blieb das bessere Ende beim Luzerner Eidgenossen. Mit zwei weiteren Siegen und einem Remis blieb Dominik Hess weiterhin im Rennen um die Kränze. Im Aufeinandertreffen mit dem zähen Roman Zurfluh hatte Hess leider das Nachsehen.
Am kommenden Wochenende steht für die Ob- und Nidwaldner Schwinger ein erstes Saisonhighlight bevor. Die Schwinger wollen sich in Sachseln am eigenen Kantonalschwingfest von ihrer besten Seite zeigen. Die offene Ausgangslage sorgt sicherlich für einen spannenden Wettkampf mit möglichen Überraschungen.
